Rieger-Orgel

Rieger-Orgel in der ChristuskircheRieger-Orgel in der ChristuskircheRieger-Orgel in der Christuskirche

Erbaut 1966 von der Firma Rieger (Vorarlberg).
Ursprüngliche Disposition von Prof. Friedrich Högner.
Renoviert 2001 von der Firma Freiburger Orgelbau Hartwig Späth.

Disposition

1. Manual –
Rückpositiv

2. Manual –
Hauptwerk

3. Manual –
Schwellwerk

Pedal

Krummhorn 8‘Trompete 8‘Musette 8‘Clairon 4‘
Scharff 4F 1‘Fagott 16‘Trompete 8‘Posaune 8‘
Quintlein 1 1/3‘Mixtur minor 3F 2/3‘Bärpfeife 16‘Bombarde 16‘
Sesquialter 2FMixtur major 4F 1 1/3’Mixtur 3F 1 1/3‘Obertone 4F
Gemshorn 2‘Terz 1 3/5’Octave 1‘Pommer 2‘
Koppelflöte 4‘Octave 2’Terz 1 3/5‘Glockenton 4F 2‘
Quintade 8‘Quinte 2 2/3’Nazard 2 2/3‘Nachthorn 4’
Prinzipal 4‘Spitzflöte 4’Nachthorn 2‘Choralbass 3F 4‘
Kupfergedeckt 8‘Oktave 4’Spitzgamba 4‘Basszink 4F 5 1/3‘
 Rohrflöte 8’Prinzipal 4‘ – (Prospektpfeifen
[nicht schwellbar])
Spillflöte 8‘
 Prinzipal 8’Holzgedeckt 8‘Prinzipal 8‘
 Spitzgedeckt 16’Salicional 8‘Nasat 10 2/3‘
   Subbass 16‘
   Prinzipalbass 16‘
Spielhilfen:   
Koppeln
P/I, P/II, P/III
II/I, II/III, I/III

Tremulant in
I, III, Pedal

Setzerkombinationen auf
5 Ebenen á 4 Buchstaben á 10 Ziffern
(insgesamt: 200 Setzerkombinationen)
Schwelltritt für Registercresc. vorhanden,
aber zurzeit (Juli 2014) nicht verwendbar.
Cimbelstern   

 

Aus dem Booklet der Orgel-CD von Roman Emilius, Herbst 2002:

Die Rieger-Orgel der Christuskirche wurde am 10.7.1966 eingeweiht. Ihre Klangdisposition war von Friedrich Högner und Orgelbaumeister Josef von Glatter-Götz entworfen worden. Sie wurde von der traditionsreichen Firma Rieger im österreichischen Schwarzach erbaut. In Planung wie Ausführung waren in mancher Hinsicht geglückte neue Wege beschritten worden. Durch den Umbau der Christuskirche im Frühjahr 1975 wurde die Raumakustik verbessert, zudem können Konzertbesucher nun in der neugestalteten Apsis und damit in Front der Orgel Platz nehmen.

Die Klangarchitektonik des Instrumentes bietet sich sinnfällig dem Auge dar: der mittlere Turm enthält im oberen Teil das Hauptwerk, darunter das Brustwerk mit seiner Schwelljalousie. Das Pedalwerk verteilt sich auf die beiden Seitentürme. In die Brüstung der Empore eingelassen ist das Rückpositiv. Diesen vier Spielwerken entsprechen die drei Manuale und das Pedal. Die Spieltraktur (d. h. die Verbindung von Tasten bzw. Registerzügen und Pfeifenwerk) ist vollmechanisch.

Die 47 klingenden Register der Orgel bestehen zusammen aus 3124 Pfeifen. Die Prospektpfeifen in der Gehäusefront gehören zu den Prinzipalstimmen der vier Spielwerke. Die waagrecht in den Raum ragenden Pfeifen bilden die Trompete des Hauptwerkes. Ein drehbarer Zimbelstern mit 6 klingenden Glocken ergänzt das Klangwerk der Orgel.

1992 wurde eine elektronische Setzeranlage eingebaut, die das Vorprogrammieren von insgesamt 200 Registerkombinationen erlaubt. Im Jahr 2001 wurde das Instrument von der Freiburger Firma Hartwig Späth grundlegend renoviert, schadhafte Teile v. a. an der Spieltraktur und dem Windladensystem wurden ersetzt, sämtliche Pfeifen und das Orgelinnere gereinigt Im Zuge dieser Renovierung wurden wenige klangliche Veränderungen vorgenommen: die Grundtönigkeit wurde verstärkt, den Klangkronen (Mixturen) ihre Schärfe durch Umstellen der Pfeifen genommen.

Die Gesamtintonation der Orgel lag in den Händen von Reiner Janke.