Infomationen zur Tansania Partnerschaft

Die Evangelischen Gemeinden im Münchner Westen sind seit vielen Jahren in einer Partnerschaft mit der Evangelisch-Lutherischen Konde-Diözese im Südosten von Tansania verbunden. Die Partner der Christuskirche sind zwei ländlichen Kirchengemeinden in den Orten Ngamanga und Lukwego. Es finden regelmäßige Begegnungen von Erwachsenen und Jugendlichen in Deutschland und Tansania statt. Die Teilnahme ist für alle offen, wir informieren gerne. Außerdem unterstützen wir soziale und kirchliche Projekte der Konde-Diözese finanziell.

Partnergemeinden der Christuskirche


Bild: Bau einer neuen Kirche in Lukwego

Jede Gemeinde in München-West hat eine oder mehrere Partnergemeinden in Konde, mit denen es Briefkontakt gibt und persönlichen Kontakt durch Besuche. Die Christuskirche ist mit Ngamanga und Lukwego verbunden, zwei nahe beieinanderliegenden Dörfer nicht weit vom Nyassasee. Das Gebiet ist ländlich, die meisten Menschen sind Bauern, und leben vom eigenen Feld. Die Gemeinden haben kaum andere Einkommensquellen als die Pflichtbeiträge der Mitglieder. Wer kein Geld übrig hat, bringt Sachspenden in die Kirche, ob Feuerholz oder ein lebendes Huhn; diese werden dann nach dem Gottesdienst versteigert. Wir zeigen unsere Solidarität durch finanzielle Unterstützung für Gemeindeprojekte wie Baumaßnahmen oder Hilfen für sozial schwachen Menschen und Waisenkinder.

Aktuelles 2016

Jahresprojekte 2016 im Prodekanat München-West.

Mit € 6.000 werden drei Projekte der Konde-Diözese unterstützt:

Schulgebühren für Kinder mit Albinismus
In Tansania haben Menschen mit Albinismus immer ein schweres Los. Wegen ihres Andersseins, das nicht verstanden wird, werden sie vielerorts gefürchtet und zu Außenseitern gemacht. Spirituelle Kräfte werden ihnen zugeschrieben und Medizinmänner verkaufen gern an Leichtgläubige okkulte Glücksbringer, die aus den Körperteilen von Albinos gemacht werden. Besonders gefährdet sind die Kinder. In der Konde-Diözese werden ausgewählte Albino-Kinder in sicheren Internatsschulen untergebracht, um ihre Chancen im Leben zu verbessern. Das Projekt finanziert augenblicklich zehn Kinder an drei Gymnasien und einer Berufsschule. Im Jahr 2015 konnten Brillen für drei Mädchen bezahlt werden, die nur mit Mühe ihre Schulbücher lesen konnten. Trotz staatlicher Aufklärungskampagnen scheint das Bewusstsein für die speziellen Probleme von Kindern mit Albinismus gering zu sein.



Bild: Drei Albino-Mädchen in einer Internatsschule

Itete Hospital
Das kirchliche Krankenhaus in Itete hat inzwischen den Status eines Distrikthospitals. Die obersten Mitarbeiter werden vom Staat gut abgesichert, während die anderen Angestellten vom Krankenhaus selbst abhängig sind, das die Gehälter nur mit Mühe bezahlen kann. Medikamente und Material fehlen, Teile der Gebäude müssten dringend renoviert werden. Im Sommer 2015 war eine Reisegruppe dort, und wurde beeindruckt vor allem von der Fähigkeit des Personals, gute Arbeit in widrigen materiellen Umständen zu leisten. Die neue Männerstation wird schon fertiggestellt. In Zusammenarbeit mit einer deutschen Firma und Mission EineWelt wird das alte Wasserkraftwerk mit einer größeren Turbine ausgestattet. Das neueste Vorhaben ist der Bau einer neuen Ambulanz für die Tagespatienten. Bisher warten bis zu 120 Personen am Tag im Gang direkt vor dem OP, was nicht den Hygieneerfordernissen entspricht.


Bild: Ambulante Patienten, Itete Hospital

Begegnung 2017
Was wäre die Partnerschaft ohne die regelmäßigen, lange vorbereiteten Begegnungen? Sie finden alle zwei Jahre statt, abwechselnd hier und in Tansania. Sie geben uns die Möglichkeit durch die gemeinsame Diskussion von Themen, die beide Seiten betreffen, voneinander und miteinander zu lernen, und dadurch in unsere eigenen Gemeinden hineinzuwirken. Bei der Begegnung in München 2013 haben wir gemeinsam mit den Tansaniern viel über Biolandwirtschaft und erneuerbare Energien gelernt. Ein Arzt aus dem Itete-Krankenhaus hatte die Möglichkeit Praxistage in hiesigen Kliniken zu verbringen und z.B. moderne Geburtshilfen hautnah kennenzulernen. Sehr wichtig ist auch das gemeinsame Feiern der Kirche in der Einen Welt. Ob Gottesdienst feiern, Bibeltexte auslegen oder Beten, immer wieder erfahren wir, dass es anders zugehen kann, als wir es gewohnt sind, und dass es gut so ist. Mit diesem Projekt soll die Deckung der Kosten der Begegnung 2017 gesichert werden.


Bild: Arzt aus Itete in München 2013

Spenden für Tansania

Spenden für die Konde-Diözese leiten wir gerne weiter. Sie können eine Spende im Pfarramt persönlich abgeben oder auch überweisen:

Spendenkonto Christuskirche

  • IBAN: DE26 7019 0000 0100 1586 82
  • BIC: GENODEF1M01 (Münchner Bank)
  • Verwendungszweck: Tansania-Partnerschaft. Bitte geben Sie auch Namen und Adresse an, damit wir Ihnen eine Zuwendungsbescheinigung zuschicken können.