Ökumenische Vortragsreihe "Mystik, Spiritualität und interreligiöser Dialog"

Seit Mai 2014 bieten die Gemeinden St. Theresia und Christuskirche eine Ökumenische Veranstaltungsreihe zum Thema „Mystik, Spiritualität und interreligiöser Dialog“ an. Kompetente Referenten beleuchten jeweils Schätze aus den über 2000-jährigen Erfahrungen der christlichen Mystik, Spiritualität und des interreligiösen Dialogs.

Dienstag, 2. April 2019, 19.30 Uhr

Prof. Dr. Stefan Jakob Wimmer
"Heilige Schrift(en) und Archäologie"

Gemeindehaus Christuskirche, Dom-Pedro-Pl. 5, 80637 München
Eintritt frei

"Und die Bibel hat doch recht!", behauptet ein viel beachteter Buchtitel (Werner Keller). Wie war das wirklich mit den Mauern von Jericho? Hat der Auszug aus Ägypten so stattgefunden, wie ihn die Bibel, aber auch der Koran schildern? Wie geht der Koran eigentlich mit der Geschichte Israels um? - Die sogenannte "Biblische Archäologie" hat sich schon lange von dem Anspruch gelöst, das Geschichtsbild der Bibel verifizieren zu wollen. Welche Übereinstimmungen gibt es dennoch, und wie sind die Divergenzen zu bewerten? Was ergibt sich aus dem Befund der Archäologie für das Verständnis von Hebräischer Bibel, Neuem Testament und Koran?

Stefan Jakob Wimmer, geb. 1963 in München, hat sieben Jahre in Jerusalem Ägyptologie und Archäologie studiert und im Orient als Archäologe gearbeitet. Er ist apl. Professor an der Kulturwissenschaftlichen Fakultät und Lehrbeauftragter an der Kath.-Theol. Fakultät der LMU München, Fachreferent für Hebraica, Jiddisch, Alter Orient und Ägyptologie an der Orientabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek und 1. Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde Abrahams.

Dienstag, 15. Oktober 2019, 19.30 Uhr

Dr. Beate Beckmann-Zöller
"Den Weg zu Gott selbst frei machen. Edith Steins Weg zur Mystik."

Gemeindehaus Christuskirche, Dom-Pedro-Pl. 5, 80637 München
Eintritt frei

Wissenschaft und Religiosität prägen die Philosophin Edith Stein (1891-1942), anspruchsvolles Denken und spirituelle Suche, Judentum und Christentum. Als Frau in einem Männerberuf, als Jüdin in einem antisemitischen Umfeld, Edith Stein steht in vielen Spannungsfeldern. Welchen Weg geht die ungläubige Studentin bis hin zur Mystik, die sie befähigt zum Martyrium für Christus?

Dr. Beate Beckmann-Zöller (Jg. 1966) ist freiberufliche Religionsphilosophin, Dozentin an der KSH München, Vize-Präsidentin der Edith Stein Gesellschaft Deutschland und Bearbeiterin von 7 Bänden der Edith Stein Gesamtausgabe; sie ist Mitglied der kath. Laiengemeinschaft "Immanuel Ravensburg".
 
 
 
 
 

Dienstag, 27. November 2019, 19.30 Uhr

Rabbiner Steven E. Langnas
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Essen ist meine Leibspeise - Ein Einblick in die jüdischen Speisevorschriften und die kulinarische Tradition

Gemeindehaus Christuskirche, Dom-Pedro-Pl. 5, 80637 München
Eintritt frei

Ohne zu essen können wir nicht leben. Warum gibt es im Judentum bestimmte Speisevorschriften? Wie werden sie im Alltagsleben praktiziert und was für einen Einfluss haben sie auf jüdische kulinarische Traditionen? Was ist typisches jüdisches Essen?
 
 
Steven E. Langnas, Rabbiner, geboren in Philadelphia (USA), studierte Geschichte und Theologie an der Yeshiva University (New York), wo er zum Rabbiner ausgebildet wurde. Nach langjähriger Tätigkeit als Rabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern unterrichtet er nun am Lehrstuhl für Religionspädagogik der LMU München. Er gründete das Münchner Lehrhaus der Religionen, und im Münchner Rat der Religionen ist er Mitglied des Sprecherrates. Über München hinaus beteiligt er sich am interreligiösen Dialog. 
 
 

Dienstag, 11. Februar 2020, 19.30 Uhr

Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz
"Ich bin du" oder "Ich bin dein"? Zu Unterschieden in der mystischen Erfahrung

Gemeindehaus Christuskirche, Dom-Pedro-Pl. 5, 80637 München
Eintritt frei

Oft wird Mystik als „Verschmelzung“ mit dem Weltgrund bestimmt: „Ich bin es (= alles – nichts – du).“ So der Tropfen, der ins Meer zurückfällt, um darin zu verschwinden. Anders aber Judentum und Christentum: Nicht Verschmelzung, sondern Begegnung/Liebe zwischen Gott und mir ist seliges Ziel. Der entscheidende Satz heißt also: „Ich bin dein.“

Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz:
Promotion 1971 und Habilitation in Philosophie 1979 an der Universität München
Lehraufträge und Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Bayreuth, Tübingen, Eichstätt und München
1989-1992 Professur an der Pädagogischen Hochschule Weingarten/Württemberg
1993-2011 Lehrstuhl für Religionsphilosophie u. vergleichende Religionswissenschaft, Technische Universität Dresden
seit 2011 Vorstand des Europäischen Instituts für Philosophie und Religion (EUPHRat), Phil-Theol. Hochschule Benedikt XVI., Heiligenkreuz bei Wien

Die Vortragsreihe wird veranstaltet von der Christuskirche und der Pfarrei St. Theresia in Kooperation mit dem Evangelischen Bildungswerk München e.V. und dem Münchner Bildungswerk