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Der Kirchturm der Christuskirche

Im Herbst 2013 gegründet: Die "Cantores Seniores"

„Cantores Seniores“ ist der Chor für ältere erfahrene Chorsänger und Chorsängerinnen, für Chormitglieder mit jahre- bzw. jahrzehntelanger Chorerfahrung.

Proben: Freitags von 11.00 bis 12.30 Uhr.
Ort: Gemeindehaus der Christuskirche, Dom-Pedro-Platz 5.
Leitung: KMD Andreas Hantke

So wie es einen Schritt aus dem Kinderchor zum Chor gibt, muss es auch einen Schritt vom Chor zum „Seniorenchor“ geben. Hauptbeweggrund sollte die Verantwortung des bzw. der Einzelnen sein, „ihren“ bzw. „seinen“ Chor in einem Zustand zu bewahren, in dem sie/er ihn vor 30 oder 40 Jahren auch vorgefunden hat: mit einer guten Mischung aus Jungen und Älteren. Keine/r sollte wollen, dass der Chor, den man Jahrzehnte lang wertgeschätzt hat, im Laufe der Zeit überaltert. Nicht vom Optischen her und auch nicht im Klang: Vielleicht erinnern sich einige, wie „jung“ der Chor damals klang, „als wir alle noch 30 waren“…

Es ist schön zu sehen, wie die Älteren und Erfahrenen die Jungen, die „Neuen“ aufnehmen in die Gemeinschaft, aber es ist auch wichtig, sich zu bemühen, dass der Chor kontinuierlich mit jüngeren Mitgliedern bereichert wird.

Ab einem gewissen Alter merkt jeder Sänger, jede Sängerin, dass das Singen nicht mehr so leicht geht wie früher einmal. Mit viel Übung kann jedes Chormitglied noch lange mit den Jüngeren mithalten, aber so wie ein 60-Jähriger mehr Training für einen Marathon braucht als ein Läufer mit 40 Jahren, so ist es beim Singen auch: es geht um Muskeln, die im Alter noch mehr trainiert werden müssen, um geschmeidig zu bleiben. Und wie jeder Körper eine andere Konstitution hat, die ihn langsamer oder schneller altern lässt, so ist das auch beim Singen: Man kann nicht sagen, wie es in einigen Chören passiert: Mit 60 musst Du Dich aus dem Chor verabschieden. Es gibt immer wieder Sänger und Sängerinnen, vor allem in den tieferen Stimmen, die auch weit in den 70ern noch eine wichtige Stütze für ihre Stimmgruppe sind.

Aus diesem Grund muss jeder Chorsänger und jede Chorsängerin selbst einschätzen, wann er bzw. sie den „Absprung“ schafft.

Und hier setzen nun die „Cantores Seniores“ an: Der Chor als stimmliches, musikalisches und gesellschaftliches Betätigungsfeld darf nicht einfach wegbrechen und dem, der über Jahrzehnte regelmäßig jede Woche einmal im Chor war, ein plötzliches Loch hinterlassen. Die „Seniores“ singen weiter und bleiben als ein Treffpunkt mit Gleichaltrigen. Der Chor bleibt unter der Leitung des Kantors, wir singen weiterhin bei Gottesdiensten und anderen Anlässen, und: Wir singen auch regelmäßig Projekte mit dem Großen Chor zusammen. So wie der Kinderchor ist auch der „ChorSeniorenChor“ ein Baustein der Kantoreiarbeit an unserer Kirche.

Im Übrigen ist es ein Unding, dass es in einer Millionenstadt wie München noch keinen solchen Chor gibt. Darum werde ich in meiner Eigenschaft als einer der Dekanatskantoren im Großdekanat München diesen Chor für alle „altgedienten“ Chorsängerinnen und Chorsänger in Münchens Chören öffnen.

Weitere Punkte:
-. Viele Ältere gehen nicht mehr so gern am späten Abend vor die Tür – besonders in der dunklen Jahreszeit nicht. Darum ist der Probentermin am Vormittag.
-. Die Stimmpflege und Stimmbildung wird ebenfalls dem Alter angepasst.
-. Wir haben gemerkt, dass bei Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen am Wochenende die „Seniores“ leichter verfügbar sind. Junge Eltern müssen sich dann oft nach den Bedürfnissen der Familie richten.

Um den Übergang nicht „schlag-artig“ wirken zu lassen, habe ich die Anregung aufgegriffen, dass, wer will, für eine Übergangszeit auch in beiden Chören mitsingen kann. Auch die Kinder des Kinderchores musizieren für eine gewisse Zeit im Kinder- und dem Großen Chor mit.
Vielen mag es auch sehr lieb sein, dass wir mit den „Cantores Seniores“ am späten Vormittag proben; vielleicht können wir es danach auch mit einem gemeinsamen Mittagessen ausklingen lassen.

Für Rückmeldungen, Anregungen und Diskussionsbeiträge bin ich sehr dankbar. Es war eine lange „Schwangerschaft“, die ich mit dieser Idee durchgestanden habe – ich hoffe, es wird nun keine schwere Geburt, und das „Kind“ kommt gesund zur Welt!

München, Juli 2013
Andreas Hantke, Kirchenmusikdirektor, Dekanatskantor München-West
E-Mail: kmd.hantke@arcor.de

veröffentlicht von sg am 25. Juli 2013, 10:45

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