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Die Konfirmation gehört zu den besonderen Erkennungszeichen der Evangelischen Kirche. Sie steht dafür, dass wir als mündige Menschen vor Gott die Verantwortung für unseren Glauben und unser Leben übernehmen. Sie steht zugleich für den Segen, der uns auf unserem Lebensweg leiten und begleiten will. Mehr über Entstehung und Bedeutung der Konfirmation erfahren Sie hier.

Konfirmandenkerzen auf dem Altar
In den großen Kirchen hat sich schon früh die Praxis der Kindertaufe durchgesetzt. Denn Kinder gehören ja genauso zu Gott und wie Erwachsene auch. „Gott spricht: Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du gehörst zu mir“. (Jesaja 43,1)
Bald wurde aber klar. Wenn Kinder getauft werden, dann braucht es noch einmal einen Einschnitt. Auf dem Weg zum Erwachsenwerdern soll jede und jeder selbst noch einmal den christlichen Glauben kennenlernen und entscheiden, ob er in eigener Verantwortung seine Taufe bejaht. Das Wort Konfirmation kommt vom lateinischen „confirmare“ und bedeutet „Bestätigung“, „Bekräftigung“.
Heute nehmen immer wieder auch nicht getaufte Jugendliche am Konfirmandenkurs teil. Sie lernen so den Glauben und die Gemeinde kennen und können entscheiden, ob sie sich taufen lassen wollen.
Die Geschichte der Konfirmation beginnt im 16. Jahrhundert. Damals gingen aus der Reformation die Evangelischen Kirchen hervor. Der Reformator Straßburgs, Martin Bucer, hat 1539 zum ersten mal eine Ordnung der Konfirmation mit vorausgehendem Unterricht für die Evangelische Gemeinde Ziegenhain (in Nordhessen) festgeschrieben. Im 18. Jahrhundert breitete sich die Konfirmation dann überall aus und ist heute eines der prägenden Rituale der Evangelischen Kirche.
Die Konfirmation ist für die Evangelische Kirche auch deshalb so bedeutend, weil in der Reformation neu entdeckt wurde: Der freie Christenmensch entscheidet in eigener Verantwortung über sein Leben. Er soll von seiner Kirche nicht gegängelt und bevormundet werden, sondern dazu befähigt und ermutigt, vor Gott die Verantwortung für sein Leben zu übernehmen. Die Bildung von Jugendlichen zu eigenständigen, verantwortungsvollen Frauen und Männern war immer schon ein besonderes Anliegen der Evangelischen Kirche.
Der Konfirmandenunterricht soll dabei helfen, dass ein junger Mensch in Fragen des Glaubens selbständig wird. Früher war der Unterricht eher schulisch orientiert. In den letzten Jahrzehnten treten das eigene Erleben und die Gruppe in den Vordergrund. Freude erleben, Freunde finden im Glauben weiterkommen – all dies soll eine Konfi-Kurs ermöglichen.
Zielpunkt des Konfirmandenkurses ist der feierliche Konfirmationsgottesdienst. Zur Konfirmation gehören immer dazu die Feier des Abendmahls und die Einsegnung der Jugendlichen. Der Konfirmationssegen lautet:
Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist
schenke Dir seine Gnade,
Schutz und Schirm vor allem Bösen,
Stärke und Hilfe zu allem Guten,
dass du bewahrt wirst im Glauben.
Friede sei mit dir.
Konfiweb – Seite der bayerischen Landeskirche für Konfirmanden
Häufig gestellte Fragen zur Konfirmation – Seite der Ev. Kirche in Deutschland
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